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AM 8.JUNI 2001 fand die JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG statt.
Kurze Zusammenfassung von Julia Bode (das offizielle Protokoll ist bei Nina Paeschke, Schriftführerin, erhältlich)
Nach der Begrüßungsrede
des Vorsitzenden Dieter Schnürch, dem Geschäftsbericht des Vorjahres sowie den
Berichten des Kassenwartes, der Kassenprüfer und der Entlastung des Vorstandes
wurde der gesamte Vorstand neu gewählt. Für sämtliche Ämter konnte sich
ein/e Kandidat/in finden, wobei meistens der/die bisherige im Amt bestätigt
wurde, allerdings fand sich niemand für das Amt des Vorstandsvorsitzenden, das
Dieter Schnürch nach 10 Jahren niederlegte. Dieses Amt wird nun durch die
Stellvertretende solange ausgeübt, bis nach den Sommerferien eine außerordentliche
Versammlung einberufen wird, wo ein/e Vorsitzdende/r gewählt werden soll.
Anschließend wurden die Mitgliedsbeiträge neu in Euro festgesetzt. Sie
betragen nun 6 bzw. 12,- € pro Jahr.
Zur Zeit finden in Wetzlar die Vorstellungen der Musicalgruppe der Goetheschule
statt, die in diesem Jahr "Fame"
spielen. Hier
finden Sie mehr zu diesem Thema.
Die Termine der einzelnen Vorstellungen sind wie folgt:
· 03. Juni Premiere im Rosengärtchen, im Rahmen der Wetzlarer Festspielen
· 08. Juni Premiere in der Aula der Goethe-Schule Wetzlar
· 10., 11., 15., 16., 17. und 19. Juni Vorstellungen, ebenfalls in der Aula der
Goetheschule Wetzlar
Ehrenteller ging an Otto Frank
Die Wetzlarer Rudergesellschaft ehrt ihre
Mitglieder. Otto Frank, der sich als Lehrer an der Goetheschule besonders für
den Schulsport bei der RGW einge-setzt hat, erhält den "Ehrenteller für
be-sondere Leistungen im Verein". Durch ihn fanden viele Schüler erfolgreich den
Weg zum Rudern. So begann auch Andreas Wieler seine Karriere bei Otto Frank. Er
startete im Sommer im Leicht-gewichts-Männer-Doppelvierer bei den
U-23-Weltmeisterschaften und wurde Vizeweltmeister. Neben ihm wurden noch
zahlreiche weitere Athleten geehrt, unter ihnen die Doppelweltmeisterin Nicole
Faust und Steuermann Jan Pitzer. (WNZ, 04.12.99)
Deniz Kilic gegen Cem Cevik
Mit Siegen und vielen guten Plätzen kehrten Wetzlars
Karatekämpfer vom siebten internationalen Karate-Oden-wald-Cup in Rimbach nach
Hause zurück.
Wetzlars Bestbesetzung Cem Cevik, WM-Dritter, (Abi 98) und
Deniz Kilic, Team-Europameister, (Abi 99) setzten sich mühelos gegen ihren Pool
durch. Im Finale erfolgte der beste Fight des Turniers, wobei zunächst Kilic
durch eine Faustkombination 1:0 in Führung ging, die Cevic seinerseits mit einer
Faustkombination ausglich. Nun griff Cilic wieder beherzt an und Cevik versuchte
zu kontern, doch war der Angreifer schneller, und Kilic gewann knapp vor Cevik.
(WNZ, 07.12.99)
Wetzlarer Neue Zeitung am 1.10.1999:
Wetzlar (np). Dieter
Schnürch steht auch in den kommenden zwei Jahren an der Spitze des
Ehemaligenvereins der Goetheschule Wetzlar. In der Hauptversammlung wurde der
Vorsitzende, der den Verein seit 1992 mit viel Engagement und Tatkraft leitet,
einstimmig wiedergewählt.
In der Zusammenkunft im Musiksaal der Schule
machte Schnürch allerdings deutlich, dass er nur noch für eine Amtsperiode als
Vereins-Chef und Herausgeber des Mitteilungsblattes zur Verfügung stehen wird.
Er habe dem Verein, der sich auf einer soliden Basis mit kontinuierlich
steigender Mitgliederzahl befindet (zur Zeit 400), dann zehn Jahre in leitenden
Positionen gedient.
Bereits jetzt schied Brigitte Oswald aus dem Amt. Sie
hatte seit der Gründung des Vereins vor acht Jahren den Posten der
stellvertretenden Vorsitzenden inne und trat nun aus persönlichen Gründen nicht
mehr zur Wahl an. Schnürch ehrte die scheidende Stellvertreterin und sparte
nicht mit Lob: Brigitte Oswald habe wesentlich dazu beigetragen, den Verein zu
einer leistungsfähigen Gemeinschaft zu machen. Zur Nachfolgerin von Brigitte
Oswald wählten die Mitglieder Heike Krohn.
Neu im geschäftsführenden
Vorstand ist Daniel Beckers. Er übernahm das Amt des Kassierers von Andreas
Hackert, der aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierte. Hackert wurde von
Schnürch ebenso für seinen Einsatz geehrt wie die scheidende
Elternbeiratsvorsitzende Sigrid Kraus, die den Ehemaligenverein während ihrer
zweijährigen Amtszeit unermüdlich unterstützt hat.
Schriftführerin bleibt
Nina Paeschke. Als Beisitzer gehören Matthias Pachler, Horst Kleymann, Dieter
Grebe, Klaus-Peter Bender, Heidi Schaubmar, Till Bode, Sigrid Kraus, Ulrich
Engelmann und Kerstin Böcher der Führungsriege an. Den Vorstand komplettieren
Schulleiter Martin Daus und der neu zu wählende Elternbeiratsvorsitzende.
In
seinem Bericht über die Vereinsaktivitäten hob Schnürch die Planung der "Fete
bei Goethe" hervor, deren Resonanz alle Erwartungen übertraf: Rund 3000 Besucher
feierten am 28. August in der Schule das 200jährige Bestehen des Wetzlarer
Gymnasiums und den 250. Geburtstag des Namenspatrons der Schule. Darüber hinaus
half der Verein bei der Organisation verschiedener Jahrgangstreffen, richtete
das beliebte Pensionärstreffen aus und war bei der Verabschiedung der
Abiturienten präsent.
Neue Druckmaschine für die
Goetheschule
Voller Freude berichtete der Vorsitzende, dass der
Förderverein dank der soliden Kassenlage auch der Schule wieder "unter die Arme
greifen" konnte. Zum 200. Geburtstag schenkte der Verein der Schule eine neue
Druckmaschine, die ein besseres Erscheinungsbild repräsentativer Schriften - so
auch der Schulzeitung - gewährleistet. Mit einem gemütlichen Beisammensein klang
die Zusammenkunft aus.
Die Aprilausgabe der Wetzlarer Hefte, aber auch die Osterausgabe der WNZ präsentierte einen Abriss der Geschichte unserer Schule.
Dennis Pfeiffer-Goldmann, ehemaliger Goetheschüler (Abi 94) und Mitglied im Ehemaligenverein berichtete in der WNZ:
Lateinschule, Oberschule, Lotteschule, Goetheschule, "GOW"
W e t z l a r. Erster Schultag am Ostermontag: Heute vor 200 Jahren, am 4. April 1799, begann der Unterricht am Wetzlarer Gymnasium. Eng ist die Geschichte des Gymnasiums - dem Vorgänger des heutigen Oberstufengymnasiums Goetheschule - mit der Stadtgeschichte verbunden. Die Schule stand fast immer im Zentrum der Entwicklung vor Ort. Wichtige Impulse für das bürgerliche Leben gingen von ihr aus.
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Die
Geschichte höherer Schulen in Wetzlar reicht bis in das Jahr 1555 zurück.
Damals wurde eine städtische lutherische Lateinschule gegründet, die fast
ausschließlich Religion lehrte. Nachdem sich das Reichskammergericht 1690
in Wetzlar niedergelassen hatte, gründete der Jesuitenorden ein
katholisches Gymnasium.
Das aufklärerische Denken des 18. Jahrhunderts führte zu einer tiefgreifenden Änderung der Bildungssituation: Neun Bürger gründeten am 9. Januar 1799 eine "Gemeinnützige Gesellschaft zur Verbesserung des Wetzlarer Schulwesens". Am 4. April 1799 nahmen die untere und die obere Knaben- und Mädchenschule ihre Arbeit auf. Erste
Unterkunft bei den Freimaurern Unterkunft fand die Schule im Gebäude der Freimaurerloge "Joseph zu den drei Helmen" an der Ecke Zucker- und Kornblumengasse. Schon im ersten Jahr zählte die Anstalt 62 Schüler. Trotz konfessionell-lutherischen Charakters blieben auch andersgläubige Schüler nicht fern. 1810 wurde die private Oberschule in eine öffentliche Anstalt umgewandelt und mit dem katholischen Gymnasium vereinigt. Das "Königliche Gymnasium" unter preußischer Obhut fand 1817 seine neue Bleibe im Arnsburger Hof. 1819 fand die erste Reifeprüfung statt. Die Schülerzahl stieg bis zum Jahr 1880 auf rund 160 an, die der Lehrer erhöhte sich auf elf. Den Lehrplan beherrschten klassische Sprachen - voran Latein, erst 1830 wurde Französisch eingeführt -, außerdem Mathematik mit vier Wochenstunden. |
"Ganz
verboten war das Turnen, hinter dem die Behörden demagogische Gesinnung
und Tendenzen zum Umsturz witterten", berichtete Udo Fischer, der bis vor
wenigen Jahren an der Goetheschule unterrichtete, in der aktuellen
Festschrift. Nach dem deutsch-französischen Krieg (1870/71) wurde der
Arnsburger Hof abgerissen und an gleicher Stelle ein neues Gebäude
errichtet.Trotz wirtschaftlichen Aufschwungs mußten die Eltern weiter
Schulgeld zahlen, im Jahr 1909 immerhin 130 Mark - ein Briefträger
verdiente damals 1080, ein Sekretär 3840 Mark. 1923 wurde die Aufbauschule
in die Spilburg verlagert und dort ab 1926 unter dem Namen
"Freiherr-vom-Stein-Schule" geführt. Unterdessen erhielt das Gymnasium im
Jahr 1925 den Namen "Staatliches Goethe-Gymnasium" 1929 zog auch das
Goethe-Gymnasium in die Spilburg.
Keine gute Adresse für Gestapo und SD Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 hielt Propaganda im Unterricht Einzug. Für Gestapo und Sicherheitsdienst (SD) war die Goethe-Oberschule keine gute Adresse, weil der Direktor und verschiedene Geschichtslehrer "weltanschaulich überhaupt nichts taugten", so der SD in einem Bericht. 1935 wurde die Spilburg wieder Kaserne. Deshalb zog die Anstalt erneut wieder im Arnsburger Hof ein, bevor 1939 die "Staatliche Oberschule für Jungen" das neue Schulgebäude an der Ecke Frieden-/Bergstraße beziehen konnte. Nach fast einjähriger Unterbrechung wurde am 3. Dezember 1945 der Unterricht wieder aufgenommen. 1947 wurde das Schulgeld gestrichen, 1949 die Lernmittelfreiheit eingeführt. 1953 zählte die Lotteschule 573 Schülerinnen, die Goetheschule 799 Schüler. |
1968
besuchten bereits 1026 Schüler die Goethe- und 821 die Lotteschule. 1966 wurde
die neue Goetheschule in der Frankfurter Straße 72 eröffnet, damals (allerdings
erst nach ihrem Umbau im Jahr im Jahr 1975 - Anm. der Red.) bundesweites
Vorzeigeobjekt der Schulbehörden, samt Bibliothek, Lesesaal, Cafeteria, Forum
und Hörsälen. Die Lotteschule zog vorübergehend in das Gebäude
Berg-/Friedenstraße ein. 1969 folgte ein Einschnitt: In beiden Schulen wurden
die Klassen 5 bis 10 "gekappt", dafür waren fortan allein die Gesamtschulen
zuständig. Goethe- und Lotteschule wurden unter dem Dach der "Gymnasialen
Oberstufenschule Wetzlar", kurz GOW, am Standort Frankfurter Straße
zusammengefaßt. "Schülern und Eltern mußte vermittelt werden, daß die gymnasiale
Oberstufe keine Fortsetzung des Flächenversuchs 'integrierte Gesamtschule' ist,
sondern die Tradition der beiden Wetzlarer Gymnasien fortführt", berichtet
Direktor Dr. Oswald Debus rückblickend. Nicht mehr Kinder, sondern junge
Erwachsene besuchten die Schule. Trotz Wegfall des Klassenverbandes blieb die
"soziale Geborgenheit" nicht auf der Strecke.
Hessens größte Oberstufenschule
Die "GOW" - schon bald
wieder Goetheschule - zählte im Jahr 1977 nicht weniger als 1115 Schüler. Heute
ist die Goetheschule mit 763 "Pennälern" die größte hessische Oberstufenschule.
Junge Menschen aus mehr als elf Gesamtschulen wechseln nach dem 10. Schuljahr
dorthin. Der Einzugsbereich umfaßt den ganzen südlichen Lahn-Dill-Kreis bis
Ehringshausen. Durch die große Schülerzahl können eine große Zahl von Fächern
sowie Leistungskurse in fast allen Fächern angeboten werden.